Oper, Skepsis und Gleisbau

Fotos: Sven Thielmann. Montage: Frank Niehusmann. Motiv: aus einer Szene von Peter Eisold und Stefan Kirchhoff.

[ … alles gut … ]
Elektronisches Musiktheater von Oper, Skepsis und Gleisbau in fluoreszierenden Signalfarben mit uniformartigen Reflektorstreifen:

In einer mathematisch ausgerechneten Unordnung von Dingen und Menschen, Wörtern und Tönen, erleben wir einen geometrisch organisierten Bühnen-Kosmos, in dem acht Performer in zahlreichen Einsätzen unsere Vorstellungen von Sicherheit und Ordnung in Frage stellen. Angesichts einer Welt, die sich in weiten Teilen so unbedingt nach Ordnung sehnt und andererseits Ordnungen so vielfältig bekämpft, sorgt Oper, Skepsis und Gleisbau für variable Sicherheiten, alternative Ordnungen und fragt nach dem Sinn von „Ordnung schaffen in einer unordentlichen Welt“.

Aufführungen:

im Maschinenhaus Essen
Samstag, 1. Juni 2019, 20 Uhr (AK 18,- Euro, erm. 12,-)
Sonntag, 2. Juni 2019, 18 Uhr (AK 18,- Euro, erm. 12,-)

im Theater im Depot Dortmund
Samstag, 15. Juni 2019, 20 Uhr (AK 16,- Euro, erm. 10,-)
Sonntag, 16. Juni 2019, 18 Uhr (AK 16,- Euro, erm. 10,-)

Oper, Skepsis und Gleisbau versteht sich als Labor für klangbasierte Bühnen-Experimente und bewegt sich mit seinen tumulthaften Kompositionen durch einen Genre-Mix aus Computermusik, Schauspiel, Butoh, Trickfilm, Free-Jazz und Tanztheater. Wie in der Kinderliteratur zuletzt das „Wimmelbild“ als Erzählform Konjunktur hatte (und wie in den historischen Performances der frühen Dada-Bewegung die Simultan-Lesung von Lyrik-Texten Furore machte,) so spielt auch Oper, Skepsis und Gleisbau mit dem Zauber permanenter Parallelaktionen aus Klängen, Bildern und Texten.

[ … alles gut … ] wird finanziell ermöglicht durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW, den Regionalverband Ruhr, das Kulturbüro der Stadt Essen sowie Oper, Skepsis und Gleisbau.

          

Oper, Skepsis und Gleisbau wurde 2015 von Stefan Kirchhoff und Frank Niehusmann als Duo für elektroakustische Musik gegründet und kurz darauf mit Peter Eisold zum Trio ergänzt. Im Programmheft des Duisburger Platzhirsch-Festivals 2017 wurde das Ensemble so beschrieben: „Zu hören ist eine Art Neue Musik voller elektronischer Klang-Miniaturen, filigraner Noise-Gespinste und rasanter Short-Beats: atomisierter, teilchenbeschleunigter Schredder-Jazz zwischen elektroakustischer Sound-Collage und atonaler Improvisation. Oper, Skepsis und Gleisbau schlagen musikalische Funken aus rohen Material-Ideen und polieren Randständiges auf digitale Eleganz. Das Trio spielt nackte Kunstmusik, die zwischen Komposition und Improvisation frontal durch die Wand geht. Das Trio ist eine der aufregendsten Formationen für kompromisslose Musik aus dem Ruhrgebiet.“ Seit 2018 arbeitet das Ensemble in erweiterter Besetzung im Bereich des experimentellen Musiktheaters.

Oper, Skepsis und Gleisbau 2019:
Anne Bentgens, Anna Dimpfl, Peter Eisold, Thomas Kemper, Stefan Kirchhoff, Frank Niehusmann, Gilda Razani, Scarlett Schauerte, Hanna Schörken, Erwin Wiemer.

   

   

   

   

   

Fotonachweise:
Anne Bentgens: privat; Anna Dimpfl: Dorothea Weisel; Peter Eisold: André Symann; Stefan Kirchhoff: André Symann; Thomas Kemper: privat; Frank Niehusmann: Gabriele Hammelmann; Gilda Razani: privat; Scarlett Schauerte: Renate-Debus-Gohl; Hanna Schörken: André Symann; Erwin Wiemer: privat.